| Allgemeines
Eine Mabe Perle ist eine in der Perlauster eingewachsene
Perle, die an der inneren Schale der
Perlauster wächst. Mabe Perlen wachsen vereinzelt
auch auf natürliche Weise.
Solange die Mabe Perle in der Auster wächst,
wird sie Bläschenperle genannt.
Erst nachdem sie verarbeitet wurde, wird sie zur
Mabe Perle.
Bläschenperlen werden mit einem Kreiselbohrer
aus der Muschelschale geschnitten. Der Kern wird
entfernt und durch Harz ersetzt. Die Unterseite
der Perle wird mit einem Perlmuttstückchen
bedeckt
und so zur Mabe Perle.
Kultivierte Mabe Pelen werden für die Herstellung
von Ringen und Ohrringen verarbeitet. Sie besitzen
einen starken Glanz und werden daher sehr gerne
für die Herstellung edler Schmuckstücke
verwendet.
Erfinder der Zuchtperle war der Japaner Kokichi
Mikimoto
Perlausterarten
"Pinctada maxima"
Bei der Perlausternart Pinctada maxima handelt es
sich um eine außerordentlich
große Auster. Sie kann über 5 kg
wiegen. Sie kommt im Ostindischen Ozean bis hin
zum tropischen westlichen Pazifik vor.
"Pinctada mazatlanica"
Die Perlausternart Pinctada mazatlanica wird manchmal
auch als die "La Paz Perlauster" bezeichnet.
Die wohl berühmteste tropfenförmige (halbbarocke)
Perle aller Zeiten, La
Peregrina, dürfte vermutlich von dieser Austernart
stammen.
"Pinctada radiata"
Ist im Persischen Golf, Roten Meer, Indischen Ozean
und, seit dem Bau des Suez
Kanals, stellenweise nun auch im Mittelmeer beheimatet.
Die meisten Perlen der Antike dürften dieser
Austernart zu verdanken gewesen sein.
"Pinctada imbricata"
Bei der Austernart Pinctada imbricata handelt
es sich um jene Perlauster, welche
für die ersten Perlen aus der Neuen Welt (Amerika)
sorgte. Der Weltentdecker Kolumbus hatte Perlen
dieser Austernart bei Indianern an der Küste
Venezuelas vorgefunden.
"Pinctada fucata"
Diese Perlauster könnte als die bedeutendste
Austernart in der Geschichte der Perlenzucht gelten.
Mit ihr eröffnete der japanische Perlenzüchter
Mikimoto bereits Anfang des 20. Jahrhunderts den
Weltmarkt der Zuchtperlen. |