| Herkunft
Die Ammoniten stellen eine artenreiche, ausgestorbene
Gruppe ausschließlich mariner, fossiler Kopffüßer
(Cephalopoda) dar. Über 1500 Gattungen sind
bekannt, die Zahl der Arten dürfte in der Größenordnung
von etwa 30-40.000 liegen. Die Größe
der Schale ausgewachsener Tiere liegt meist im Bereich
von Zentimetern, Pachydiscus seppenradensis ist
mit bis 2 Metern bisher die größte bekannte
Art. Ammoniten stellen von ihrem ersten Auftreten
im Devon bis zu ihrem Aussterben am Ende der Kreide
eine große Zahl der Leitfossilien, z.T. erfolgt
bzw. erfolgte die zeitliche Abgrenzung mariner Sedimente
ausschließlich auf Ammoniten. Sie sind in
Geologie und Paläontologie daher von großer
Bedeutung. Aufgrund ihrer Schönheit, Vielfalt
und Häufigkeit sind sie auch bei vielen Fossiliensammlern
beliebt und sind entsprechend häufig im Fossilienhandel
zu finden.
Schmuck aus Ammoniten
Ammonit als Schmuckstein Aus fossilen Überresten
von Ammoniten kann sich der als Ammolit bezeichnete
opaleszierende Edelstein bilden, der im Schmuckhandel
auch unter den Namen Calcentin oder Korit angeboten
wird. Auch kleinere pyritisierte Ammoniten, sowie
geschnittene und polierte Exemplare, werden in Schmuckstücke
(z.B. Amulette) eingearbeitet.
Allgemeines
Die Ammoniten gehen ebenso wie die Belemniten aus
der Gruppe der Bactriten hervor. Drei große,
artenreiche Gruppen, die Goniatiten, die Ceratiten
und die Ammoniten, folgen aufeinander. Am Ende des
Perm und der Trias starben jeweils bis auf wenige
Gattungen alle Vertreter der Ammoniten aus. Dem
Aussterben folgte rasch eine schnelle Neubildung
von Arten und Gattungen. In der Oberkreide starben
alle Ammoniten ohne Nachfahren aus.
Aussterben
Vor dem endgültigen Aussterben der Ammoniten
an der Kreide-Tertiär-Grenze gab es zwei weitere
Massenaussterben: Das erste in der rund 10 Millionen
Jahre dauernden Permkrise, bei der rund 75-90% aller
Tierarten ausstarben. Das zweite Massensterben der
Ammoniten liegt an der Muschelkalk-Jura Grenze.
Bei beiden Massensterben haben nur wenige Ammonitenarten
überlebt, die danach schnell eine Vielzahl
neuer Familien, Gattungen und Arten zu entwickeln.
Die Ursachen für diese Massenaussterben sind
umstritten, klimatische oder astronomische Ursachen
(Kometeneinschlag, KT-Impakt) werden ebenso diskutiert
wie u.a. aufgrund von Kontinentaldrift veränderte
Meereströmungen mit tiefgreifenden Wechsel
im Nahrungsangebot, Temperaturverteilung im Meer
und der Wassertiefe also rapiden Änderungen
der Ammonitenhabitate. |