Body Jewellry Edelstahl 316L
Merkmale
Edelstahl (nach DIN EN 10020) ist eine Bezeichnung für legierte oder unlegierte Stähle, deren
Schwefel-und Phosphorgehalt (sog. Eisenbegleiter) 0,035 % nicht übersteigt. Häufig sind danach
weitere Wärmebehandlungen (z. B. Vergüten) vorgesehen.
Zu den Edelstählen zählen zum Beispiel hochreine Stähle, bei denen durch einen besonderen Herstellungsprozess Bestandteile wie Aluminium und Silizium aus der Schmelze ausgeschieden werden, oder zum Beispiel auch hochlegierter Stahl, der für eine spätere Wärmebehandlung vorgesehen ist.
Edelstahl 316L hat die Werkstoffnummer: WNr. 1.4401 (X5CrNiMo17-12-2)
Seit Juni 2000 ist in Deutschland die "Nickel-Verordnung" in Kraft getreten. Sie besagt, dass Gegenstände,
die unmittelbar und länger mit der Haut in Berührung kommen, nur 0,5 µg Nickel pro cm2 Haut/Woche
abgeben dürfen. Es spielt im Prinzip keine Rolle, wie viel Prozent Nickel in einer Legierung
vorhanden ist. Wichtig ist vielmehr, wie viel Nickel sie an die Haut abgibt.
Für die Schmuckherstellung wird daher meistens Edelstahl 316 L verwendet. Dieser Edelstahl ist
nicht völlig nickelfrei, jedoch nickelabgabefrei.

Verwendung
Die erhöhte Beständigkeit gegen Korrosion und Lochfraß prädestiniert Edelstahl 316L für den Einsatz
vor allem auf dem weiten Gebiet des chem. Apparatebaus. Weitere Anwendungsgebiete: Kernkraft, Instrumentierung im Reaktorbau, U-Boot Bau, Ofenbau, Sulfit-, Zellstoff-, Textil-, Farben-, Schmuck und pharmazeutische Industrie.
Edelstahl 316L weist geringfügig bessere Korrosionsbeständigkeit auf als die Qualitäten 302 und 304.
Er besitzt zudem stärker ausgeprägte nicht magnetische Eigenschaften. Besser geeignet für den
Einsatz im Schiffsbau, der Nahrungsmittel und Schmuckindustrie sowie bei medizinischen Anwendungen.
 
     
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